Wir bei Tepto wollen, dass du das Maximum aus deiner Investition herausholst und dich nicht von Schmutz ausbremsen lässt. Deshalb zeigen wir dir, wie du deine Solarmodule reinigen, warten und pflegen kannst – sicher, kostengünstig und ohne Ärger mit den Nachbarn. Dies ist der Schlüssel zur maximalen Effizienzsteigerung.
Wann und wie oft ist eine Balkonkraftwerk-Reinigung notwendig?
Ein weit verbreiteter Irrtum ist, dass sich Mini PV Anlagen durch Regen komplett selbst reinigen. Das stimmt nur bedingt. Der sogenannte Selbstreinigungseffekt hängt stark vom Neigungswinkel ab. Viele Balkonkraftwerke sind senkrecht oder in einem flachen Winkel am Geländer montiert. Hier bleiben Verunreinigungen am unteren Rahmenrand oft hängen und bilden Moos oder Flechten, die sich langsam über die Zellen arbeiten.
Wie oft sollte man ein Balkonkraftwerk reinigen?
Als Faustregel gilt: Prüfe deine Paneele einmal im Frühjahr (nach der Pollenflugzeit) und einmal im Herbst. Bei sichtbaren Verschmutzungen wie Vogelkot oder nach einem Saharastaub-Ereignis solltest du sofort handeln, um dauerhafte Schäden wie Einbrennungen (Hotspots) in den Panels zu vermeiden. Die beste Zeit für die Reinigung ist früh morgens oder an einem bewölkten Tag. Reinige niemals in der prallen Mittagssonne! Der Temperaturunterschied zwischen dem kalten Wasser und den heißen Modulen könnte Spannungsrisse im Glas verursachen.
Vorbereitung & Sicherheit: Der wichtigste Schritt für die Balkonkraftwerk Wartung und Pflege
Bevor du zum Eimer greifst, steht die Arbeitssicherheit an erster Stelle. Bitte klettere nicht ungesichert auf Balkongeländer oder Dächer. Für die Reinigung des Balkonkraftwerks empfehlen wir dringend die Nutzung einer Teleskopstange. Damit erreichst du auch die äußeren Ecken deiner Anlage bequem und sicher vom Balkonboden aus.
Eine sichere und fachgerechte Montage ist die Basis für Wartung, Reinigung und langfristigen Ertrag.
Wenn du dir unsicher bist, ob dein Balkonkraftwerk korrekt befestigt ist oder worauf es bei Geländer-, Wand- oder Flachdachmontage ankommt, hilft dir unser Blogbeitrag weiter: Wie du dein Balkonkraftwerk sicher montierst
Der Nachbarschafts-Knigge: Rücksicht nehmen beim Balkonkraftwerk reinigen
Ein Punkt, den viele vergessen, der aber essentiell für den Hausfrieden ist: Wohin fließt das Schmutzwasser? Wenn du in einem Mehrparteienhaus wohnst, möchtest du sicherlich nicht, dass das dreckige Wasser auf den Balkon unter dir tropft.
- Kommunikation: Sag deinem Nachbarn unter dir kurz Bescheid oder warte auf einen leichten Regenschauer, um die Reinigung durchzuführen – dann fällt das zusätzliche Wasser kaum auf. Tipp vom Profi: Lege alte Handtücher oder Lappen unter das Geländer, um abtropfendes Wasser aufzufangen.
Womit Balkonkraftwerke reinigen? Hausmittel vs. Spezialreiniger
Im Internet kursieren viele Tipps, doch Vorsicht: Nicht alles, was in der Küche steht, gehört auf deine Solaranlage.
Hier klären wir auf, welche Mittel sicher sind, damit du deine Garantie nicht riskierst.
Wasser: Warum Leitungswasser für Balkonkraftwerke tabu ist
Die Frage "Warum darf man kein Leitungswasser für Solarpanels nehmen?" ist berechtigt. In vielen Regionen Deutschlands ist das Wasser sehr kalkhaltig. Wenn dieses Wasser auf heißen Modulen trocknet, entstehen Kalkflecken (Kalkränder). Diese wirken wie kleine Verschattungen und mindern die Leistung der Systeme dauerhaft.
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Nutze stattdessen:
- Regenwasser (gefiltert, damit keine Schmutzpartikel enthalten sind)
- Destilliertes Wasser oder Osmosewasser aus dem Baumarkt oder der Drogerie
Das Rechenbeispiel: Lohnt sich ein teurer Reiniger für Balkonkraftwerke?
Lass uns ehrlich rechnen: Ein stark verschmutztes 600-Watt-Modul verliert ca. 10 % Leistung. Bei einem Jahresertrag von rund 600 kWh sind das 60 kWh Verlust – also etwa 18 bis 20 Euro (bei ~30 Cent/kWh). Ein spezieller Photovoltaik-Reiniger kostet oft schon 15 Euro. Der finanzielle Vorteil ist also minimal. Destilliertes Wasser für 2 Euro und ein Tropfen mildes Spülmittel hingegen rechnen sich sofort.