3. Schrägdach-Montage (Maximale Fläche nutzen)
Für Eigenheimbesitzer, die eine große Dachfläche optimal ausnutzen wollen, ist die Schrägdach-Montage ideal.
- Voraussetzung: Diese Montage erfordert Haken, die unter die Dachziegel geschoben und fest mit den Dachsparren verschraubt werden. Beim Ziegeldach ist dies die einzige Möglichkeit. Wir empfehlen, diese Art der Installation mit besonderer Sorgfalt oder in Absprache mit einem Fachmann durchzuführen, um die Dichtigkeit des Daches zu gewährleisten.
Schritt-für-Schritt-Anleitung: So gelingt die Installation deines Balkonkraftwerks
Wir haben unsere Komplettsets so zusammengestellt, dass alle Komponenten perfekt aufeinander abgestimmt sind. Du erhältst kein loses Sammelsurium, sondern ein durchdachtes System.
Tipp vom Profi: Für die Montage auf dem Flachdach / Gartenhaus empfehlen wir als Werkzeug: Akkubohrer, passender Inbusschlüssel für Klemmen, Schrauben und ggf. einen Helfer für das Hochheben der Module!
Schritt 1: Das Montagesystem anbringen
Befestige zuerst die Unterkonstruktion (Haken, Montageschienen oder Aufständerung) am gewählten Ort.
Achtung beim Ausmessen: Denke daran, dass die End- und Mittelklemmen noch Puffer zwischen und außerhalb der PV Module benötigen!
Tipp vom Profi: Bei der Montage auf dem Dach (wie im Video gezeigt) werden zuerst die mittleren Schienen montiert. Anschließend wird nach außen gerechnet. Ein Drehmomentschlüssel kann helfen, die Verbindungen exakt nach Vorgabe anzuziehen – Kompetenz zeigt sich im Detail.
Schritt 2: Solarmodule platzieren und sichern
Beim Hochheben der Module aufs Dach nehmt bitte immer einen Helfer zur Hand – alleine ist das schwierig und nicht sicher!
Platziere das erste Solarpanel auf den Schienen und befestige die ersten Mittelklemmen. Achte darauf, das DC-Kabel (Gleichstrom) der Module schon jetzt in die Richtung des Wechselrichters zu legen.
Wichtig: Da die Module sehr nah am Dach liegen, ist es fast unmöglich, die Kabel nachträglich zu verlegen.
Schritt 3: Den Wechselrichter positionieren
Der Wechselrichter ist das Herzstück deiner Anlage. Er wandelt den Gleichstrom der Module in nutzbaren Wechselstrom für deinen Haushalt um.
- Montiere ihn idealerweise in der Nähe der Module an einer gut belüfteten Stelle.
Tipp vom Profi: Viele Hersteller (wie in unserem Video gezeigt) bieten eine Nut am Wechselrichter, die das Einhängen und Festziehen der Schrauben vereinfacht – eine durchdachte Lösung vom Hersteller!
- Kabelmanagement: Rolle überschüssige Kabellänge ordentlich auf, bevor du sie am Wechselrichter anschließt.
Schritt 4: Verkabelung und Anschluss
Verbinde nun die Solarmodule mit dem Wechselrichter.
- DC-Kabel (Module): Dank der genormten Stecker ist ein Verpolen (Falsch Anschließen) nahezu unmöglich – es macht beim Zusammenstecken hörbar „Klick“, was die feste Verbindung signalisiert.
- AC-Kabel (Netzanschluss) Jetzt kommt der entscheidende Moment: Der Anschluss an dein Hausnetz. Schließe das Stromnetzkabel an den Wechselrichter an.
Schritt 5: Der Netzanschluss (Schuko vs. Wieland)
Der Anschluss an dein Hausnetz ist der letzte Schritt vor der ersten Stromproduktion.
- Schuko-Stecker: In den meisten Fällen kannst du den Wechselrichter einfach mit einem Schutzkontakt Stecker in eine normale Außensteckdose stecken. Das ist „Einstecken und Loslegen“ in Reinform.
- Wieland-Dose: Ab über 960W Modulleistung ist eine feste Verbindung laut VDE Vorgeschrieben. Das funktioniert mit einer Wieland Steckdose oder auch anderen Verbindungen wie einer Abzweigdose. Diese bietet einen Berührungsschutz an den Kontakten, erfordert aber die Installation durch eine Elektrofachkraft.
- Sicherheit: Moderne Wechselrichter schalten jedoch innerhalb von Millisekunden ab, wenn der Stecker gezogen wird, sodass auch beim Schutzkontakt Stecker keine Gefahr eines Stromschlags besteht. Hier setzen wir uns für Aufklärung ein: Die Normen entwickeln sich weiter, um dir den Einstieg so einfach wie möglich zu machen.